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 Avalon
"O2 / Avalon remixed"

( 2002 Sparrow Records / Gerth
Medien )
Dies ist nun also das erste komplette Remix-Album auf
dem christlichen Markt. So etwas habe ich mir schon immer für die
Newsboys gewünscht, nun wird es mit
Avalon verwirklicht - auch gut ;-) Zwar
gab es bereits Remixprojekte, zum Beispiel die 1999er "glory grooves"
(Word Records), jedoch ist ein ganzes Album für einen Einzelinterpret
was Neues innerhalb der CCM-Szene.

Sparrow Records lud bekannte Remixer ein und legte ihnen als Material
Tracks der Avalon-Alben "a maze of grace" (1998), "in a
different light" (1999) und "oxygen"
(2001) vor, die es dann zu bearbeiten galt. DJ Tiësto, Mooki,
Jeff Savage und J. Edgar Hoover - um nur einige zu nennen - haben ihren
Job wunderbar ausgeführt. Das Album sprüht über vor knackigen
Clubsounds, also aktuellem Trance, Dreamhouse und auch Urban!

Der größte Hit der Band, "testify to love" (# 2),
wurde in gefälligen, aber beschaulichen Dance-Beat gesteckt, sieben
Minuten lang das ganze, gut gemacht. Als Extrabonus übernehmen die
Mädels von ZOEgirl klitzekleine
Vocalpassagen. "Oxygen" (# 1) der Titelsong vom letzten regulären
Album wurde hier exzellent aufgepeppt und ist so sehr gut hörbar,
vor allem weil mich die Albumversion ja nicht überzeugte. Überflieger
dieses Remixprojektes ist aus meiner Sicht "can't live a day"
(# 6) in der "edited" Version von DJ Tiësto (z.B. bekannt
von Deleriums "innocente"...).
Ein schneller Trance-Beat macht aus dieser Ballade einen fetzigen Clubhit!
Noch transparenter produziert und voll auf der Euro-Techno-Schiene liegt
"the best thing (euro stack mix)" (# 4). Zarc Porter von WWMT
hätte es seinerzeit nicht besser machen können. Kein Cheezy-Charts-Mix
sondern Qualität wird hier abgeliefert.
Mooki, ein neuer Produzentengeheimtip, hat "in not of" (# 5)
zu einem trendigen Urban-Smashhit gemacht im aktuellen Millenniums-Soundkleid.
Schwerde Acidbeats treffen auf ein niedliches Pop-Feeling. Weitaus verrückter
und abgefahrener kommt "make it last forever (millineyum mix)"
(#10) daher. Flippiger Urbansound, viele Raps mit Gaststars Out
Of Eden und zum Ende richtig rockig.
Weitere musikalische Gäste auf der CD sind übrigens The Katinas
und DJ Andy Hunter aus Großbritannien. Man sieht: Dieser Silberling
bietet mit seinen unterschiedlichen Stilen und dem neuen Konzept für
die Nashviller CCM-Szene unheimlich viel Neues und Interessantes.

Zu den Texten ist wenig anzumerken, denn es sind ja alles neue Versionen
von den bekannten Liedern der bisherigen Alben. Die ermutigenden und oft
sehr direkten Avalon-Texte sind für ihre Qualität bekannt. Hier
gibt es bei fast allen Liedern den Originalgesang zu hören. Nur bei
wenigen Stücken wurden einzelne Lied- und somit Textpassagen entfernt.

Fazit: Ich kann nicht anders, diese Platte ist einsame Spitze! Uneingeschränkter
Kauftip. - Langjährige Avalon-Fans sollten wohl erst einmal reinhören,
Technoheads können jedoch bedenkenlos zugreifen :-)
[Hinweis: dies ist eine Rezension zu einer Vorab-CD.]
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