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a-ha - ''minor earth, major sky''a-ha
"minor earth, major sky"


   ( 2000 WEA Records Deutschland / 'Plattenläden' )

a-ha war eine der großen Mainstreampop-Bands und Hitlieferanten der achtziger Jahre. War? Nein, ist wieder. Nach sechsjähriger Inaktivität wurde im Frühjahr 2000 das vorliegende Comebackalbum "minor earth, major sky" veröffentlicht, das erste Studiowerk nach dem 1993er "memorial beach" (Warner). Nachdem sich die drei Herren aus Norwegen mit ihren Soloprojekten ausgetobt hatten, reifte der Entschluß nun endlich wieder unter dem weltbekannten Namen "a-ha" die Bandkarriere fortzusetzen.
Während a-ha früher die Teenieband schlechthin war, allen voran Mädchenschwarm und Frontmann Morten Harket, so ist sie heute eine gereifte Band, die ihren Weg geht und sich nicht mehr von den Medien gehen läßt (obwohl sie diese trotzdem noch braucht…). Morten scheint äußerlich kaum gealtert zu sein, er wird wie eh und je von den weiblichen Erdenbewohnern "angebetet", was ihn jedoch überhaupt nicht davon abhält, auch künstlerisch mehr zur Bandarbeit beizutragen.

Der Sound ist "Pop" im besten Sinne, er verschmelzt manche Einflüsse aus den 80ern und viele moderne Elemente. Bei der sehr dancepop- bzw. synthielastigen Produktion wurden auch einige Streicherarrangements mit integriert, wie zum Beispiel bei der ersten Singleauskopplung "summer moved on" (# 4).
Insgesamt hat das Album zwar einige echte Hits zu bieten, aber meiner Meinung nach dennoch zu viele Balladen. Ein, zwei Gitarrenrocker hätten auf der Platte Wunder gewirkt und sie sehr überdurchschnittlich werden lassen. Egal, die Radiosingles ("summer moved on", "minor earth, major sky", "velvet" sowie "the sun never shone that day") und einige andere, wie zum Beispiel "little black heart" (# 2) und "to let you win" (# 6) reißen es erst einmal raus. Mit "Mary Ellen makes the moment count" (# 13) gibt es eine abschließende Ballade, die wohl die Fanbasis etwas polarisiert. Mir gefällt das Lied freilich sehr gut mit seinem auf Akustikrock getrimmten Arrangement. Davon hätte die Scheibe durchaus mehr vertragen können.

Fazit: Die Band und ihre Musik kommen richtig cool rüber, die Melodien gehen rein und die Texte sind auch noch sinnig. Mein Anspieltip ist der obercool rockende Titelsong.


—David Decker für CCM-Rezis, Mai 2002


in X-MAG Juni 2000:

»Comeback-Versuche sind eine heikle Sache. Wie oft gehen die in die Hose. Man denke nur an die Eurythmics oder Boy George. So lässt einen die Vorankündigung eines neuen a-ha-Albums eigentlich Schlimmes befürchten. Doch wie schön: alle Angst umsonst. Norwegens erfolgreichster Musik-Export macht auch nach sieben Jahren Pause noch wunderschöne Popmusik. Die klingt noch immer so, wie a-ha in den 80ern eben klangen, und doch ist der Sound neu. Das Trio um Morten Harket greift neue Trends auf und was bei anderen peinlich klingt, hört sich so an, als sei es schon immer so gewesen. Sehr schön.«
Bewertung: 90%

—Andreas Hentschel für X-MAG

Daten:
13 Titel / 58 Min.
Musikstil: Pop, Rock, Dance-Pop
Label(s): 2000 WEA Records Deutschland, Hamburg / 'Plattenläden'; online
Website: http://www.a-ha-mems.de

weitere CDs - siehe a-ha-Künstlerseite >>
 


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